Erstsemester-Blog

Angela Westphal (Ersti 2011)Angela Westphal (Ersti 2011)  |  3. Dezember 2011, 00:08

“Im PB lerne ich irgendwie am meisten…”

In dieser Woche sagte eine Kommilitonin zu mir, dass sie in den Vorlesungen und Seminaren zu den PBs viel mehr lernen und mitnehmen könne als in den Veranstaltungen der Basismodule. Wenn man mal genauer darüber nachdenkt macht das sogar ziemlich Sinn. In den Basismodulen lernen wir ja erst einmal die Grundlagen. Wir haben sogar eine Vorlesung, in der man uns einen Einblick in die pädagogischen Handlungsfelder zeigt, also wirklich Grundlagen. Nicht unwichtig. Das will ich damit nicht sagen, ganz im Gegenteil, auch wenn ich später eher nicht im Museum arbeiten möchte ist es schon interessant zu wissen, dass es Museumspädagogik überhaupt gibt.

Das PB bringt aber natürlich mehr. Hier geht es nicht um Basiswissen. Hier geht es darum, etwas genauer zu betrachten, oder, um es auf die Spitze zu treiben, sich halt zu professionalisieren.

Ich glaube, mein lLieblingsmodul zurzeit ist das PB 49 – Hören-Lernen-Inklusion. Wenn ich das nun richtig verstanden habe, soll dieses PB auch bald für Lehramtsstudenten zugänglich sein und ich kann es wirklich nur empfehlen. Wusstet ihr, dass man nach dem dritten Lebensjahr keine laute mehr erlernen kann, die man bis dahin noch nie gehört hat? Der Mensch hat 18 Orte im Mund-, Rachenraum mit dem er Laute produzieren kann. Diese verkümmern auch nicht nur weil sie nicht genutzt werden. aber der Mensch hat keine neuronalen Fähigkeiten um die unbekannten Laute zu erzeugen.

Dieses und mehr spannendes lernen wir um uns in Sachen Hören, nicht hören können, Lernen, Inklusion, Umgang miteinander, usw. zu professionalisieren.

LG und ein schönes Wochenende

Ani

2 Kommentare zu ““Im PB lerne ich irgendwie am meisten…””

  1. Alexandra Wolf (Ersti 2011)

    Heißt das, dass ein Kind, wenn es nichts hören würde die ersten drei Jahre stumm bleibt?

  2. Angela Westphal (Ersti 2011)

    Hallo Alexandra,

    etwas spät, aber vielleicht interessiert dich die Antwort ja noch. Ja, so in etwa sehe das dann aus, da das Kind die Laute ja nie hören konnte. So habe ich das jedenfalls verstanden. Natürlich gibt es Ausnahmen. Gerade heute war eine Gastrednerin in der Uni, die mit 4 Jahren schwer hörgeschädigt wurde und nur noch zu 3% hören kann. Sie kann sprechen, da sie die Sprache in ihren ersten Lebensjahren gelernt hat. Dennoch merkt man, dass etwas anders ist und das, obwohl sie die Sprache gelernt hat.

    LG Ani