Erstsemester-Blog

Angela Westphal (Ersti 2011)Angela Westphal (Ersti 2011)  |  23. März 2012, 19:03

Semesterfer… was?

Wer hat sich eigentlich das Wort Semesterferien ausgedacht? Die Bezeichnung “vorlesungsfreie Zeit” trifft es nämlich eindeutig doch am besten. Wenn ich an die Schulzeit zurück denke, die Dank des Abis auf dem zweiten Bildungsweg ja noch nicht ganz so weit zurück liegt, dann fällt mir zu Ferien wirklich Freizeit ein. Das kann man sich im Studium dann doch gleich mal abschminken. Klar, man hat schon die ein oder andere Woche frei in der vorlesungsfreien Zeit, aber auch nur, wenn man sich das mit dem Arbeiten (=Lernen, Hausarbeiten Schreiben, Praktika, Blockseminare, etc.) gut genug einteilt oder eben alles auf den letzten Drücker macht ;)

Aber die Vorstellung, zwei, drei Monate auf der faulen Haut zu liegen, zu chillen und Party zu feiern ist ein Irrglaube. Ich bin mir zwar sicher, dass das je nach Studiengang unterschiedlich ist, aber non-stop frei hat eben keiner. Wenn es nicht gerade ein Praktikum oder ein Blockseminar ist, dann muss man halt ein Portfolio oder eine Hausarbeit schreiben. Sehr schön sind auch Klausurtermine am Ende der vorlesungsfreien Zeit. Ehrlich? Ich hätte da keine Motivation mehr, gut dass meine Termine alle am Ende des Semesters/Anfang der “Ferien” lagen. Dennoch, auch ich hampel die ganze Zeit an einem Portfolio herum. Und wer hat Schuld? Ich! Sicherlich ließe sich das Ganze verkürzen, aber ich bin so ein “ich-schiebe-alles-auf-denn-nur-unter-Druck-kann-ich-gut-arbeiten”-Typ, also warte ich bis das nächste Treffen mit der Kommilitonin vereinbart ist um mich dann im Powerschreiben zu beweisen. Es funktioniert, keine Frage, aber es ist ganz sicher nicht die beste Methode.

Und was ist, wenn alle Klausuren geschrieben und Hausarbeiten abgegeben sind? Dann steht bei vielen Studenten Arbeit auf dem Plan. Geld verdienen muss man ja schließlich auch, denn trotz BAföG ist gerade die Zeit nach der Überweisung der Studiengebühren ziemlich mau. Wer nicht schon während des Semesters jobbt sucht sich dann etwas um die Kasse zu füllen. Und es gibt da noch eine Beschäftigung die nach dem ersten Semester hoch im Kurs steht. Umzüge. Die erste Wohnung war ja von Anfang an nur als Übergang geplant, nun sind nette Kommilitonen gefunden und der WG-Plan wird endlich in die Tat umgesetzt.

Also genießen wir die freien Tage, in denen wir jedenfalls nicht in eine Vorlesung oder ein Seminar müssen und machen das Beste daraus, denn das nächste Semester steht schon in den Startlöchern.

Ani

Ein Kommentar zu “Semesterfer… was?”

  1. Paula

    mein Freund studiert gerade im zweiten Semester Fahrzeugtechnik und -informatik und hat in den Semesterferien kaum Zeit. Dennoch hatten wir ein Wochenende, wo wir mal raus fahren und entpsannen konnten.