Erstsemester-Blog

Annika Schimmelpfennig (2011)Annika Schimmelpfennig (2011)  |  31. Januar 2013, 01:00

Costa Rica: So wars

Sorry, dass ich mich jetzt erst melde. Sobald ich aus Costa Rica zurück war, ging es mit dem Semester ja auch gleich schon weiter, viel Zeit war nicht.

Aber nun bin ich endlich dazu gekommen, aus den etwa 2000 eigenen und gefühlt 10.000 Fotos der anderen ein paar aussagekräftige herauszusuchen. Natürlich möchte ich euch auch ein wenig von der Exkursion erzählen und ob/was man als Student davon mitnehmen kann.

Zunächst sei schon mal gesagt: Das Modul ist noch immer nicht beendet. Wir mussten ja Versuche durchführen und anhand derer das Schreiben eines wissenschaftlichen Aufsatzes üben (was gar nicht so leicht ist). Abgabe war der 15. Januar, bald bekommen wir die erste Korrektur und dann müssen wir bis Ende Februar die endgültige Version abgeben. Dann noch ein Referat und dann, dann endlich, irgendwann im Sommersemester, werden wir dann unsere Note und die KPs bekommen. Wobei das bei den meisten schon lange Nebensache geworden ist…

Ganz grob und auf die Schnelle: Die Exkursion war wunderschön, aber anstrengend. Und das nicht nur wegen dem Wetter, dem drohenden Lagerkoller und dem Heimweh. Nein, die Arbeitsbelastung und der “akademische” Stress war nicht ohne. Dabei zähle ich den Stress nach der Exkursion gar nicht dazu.

Aber die 12 KP sollen ja auch verdient sein.

 

Was macht man nun auf so einer Exkursion? Ganz einfach: forschen. Oder zumindest, forschen üben. Meine Freunde und ich waren ein paar Tage vorher da, um uns ein wenig zu aklimatisieren und das Land zu genießen, bevor es in die Wildnis ging. Dann trafen wir uns mit der Reisegruppe in San José, der Hauptstadt. Von dort besuchten wir erst die Organisation, zu die Forschungsstationen gehören, die wir besucht haben, danach besichtigten wir noch die beiden Vulkane Irazu und Poas und dann ging es für fünf Tage in die erste Station la Selva. Nach einer kurzen Orientierung begann die Selbstarbeitsphase. Wir suchten uns in Kleingruppen zusammen und überlegten uns etwas, was wir untersuchen wollten. Dabei sollte schon eine Arbeitshypothese aufgestellt werden. Das war gar nicht so leicht. Meine Gruppe untersuchte Hautfarne. Mehr weniger begeistert.

Jeden Abend gabs ein Gruppentreffen, bei dem Probleme und Fortschritte besprochen wurden. Das war eigentlich ganz angenehm, recht formlos und man bekam hilfreiche Tipps. Oder, wie in unserem Fall, nur verwirrende Korrekturen. Wir hatten aber auch ein Pech mit unseren Geräten, die alle den Geist aufgaben …

Naja, ähnliche lief es auch in der zweiten Station ab, nur dass wir andere Gruppen und Themen suchen sollten. In Las Cruzes war das Klima wesentlich angenehmer, weil kühler. In La Selva hätte man Problemlos vier mal am Tag duschen können, wenn es was gebracht hätte. Auch war das Essen in Las Cruzes besser und sowieso, dort hatte meine Neue Gruppe ein besseres Thema gefunden, aus dem richtig was geworden ist.

Gar seltsame Wesen in den Neotropen …

Auf einer Exkursion werden generell auch immer Artenlisten erstellt. Wir hatten durchaus auch Phasen, in denen unsere Profs vorgelaufen (vorgerannt ist wohl besser ausgedrückt) und mal nach links und mal nach rechts in den Busch gegriffen haben, um uns die toll ausgeprägten Merkmale der Pflanze YX zu zeigen. Oder wie eine Erdkröte sich aufbläst, wenn ein Prof sie hinter den Stinkdrüsen im Nacken packt. Diese Listen sollten möglichst Fach- und Trivialname enthalten, sowie ein Foto und eine Beschreibung des Fundortes. Diese Arbeit wurde unter allen Teilnehmern aufgeteilt und hielt sich in Grenzen. Ich habe zum Beispiel eine Reptilienliste von La Selva angefertigt.

Vom Land haben wir während der Exkursion nicht viel mitbekommen. Außer dass die Ticos in allen Lebenslagen Reis essen können. Ich konnte das irgendwann nicht mehr. Das Gallo Pinto hing uns schon nah wenigen Tagen zum Halse heraus. Wirklich gut schmeckten die gebackenen und gekochten Bananen. Daher waren wir froh, die ersten vier Tage in der Lagarta-Lodge verbracht zu haben, die von Schweizern geführt wird. Gallo Pinto hätten wir dort auch bekommen können, aber die Käse-Omletts und Speck und Rühreier waren einfach zu herrlich. Da wir außerhalb der Hauptsaison da waren (die zwei Wochen nach uns hatte das Hotel geschlossen) waren wir fast die einzigen. Der Strand nur für uns, eine kleine Reitstunde mit einer deutschen Auswanderin, die uns noch durch den Lagarta-Naturschutzpark geführt hat. Denn davon hat Costa Rica reichlich: Natur. Aber nun seht selbst. Für weitere Fotos besucht: unserfotoblog.wordpress.com

 

 

 

 

3 Kommentare zu “Costa Rica: So wars”

  1. Dirk

    Tolle Idee und wirklich super Bilder.

  2. Peter

    Schöne BIlder!Stell sie doch mal hier rein:
    Jugendfotos.de

  3. Semmel

    Wirklich ein paar tolle Bilder und ein sehr schöner Bericht!