Erstsemester-Blog

Annika Schimmelpfennig (2011)Annika Schimmelpfennig (2011)  |  19. Juli 2012, 20:35

Jedem Prof sein Maßstab …

Alle Achtung. Montag, 8-10 Uhr wurde die Biochemie-Klausur geschrieben. Und abends hingen in der Uni bereits die Ergebnisse aus. Unglaublich schnell, wenn ich bedenke, dass wir mehr als 2 Wochen auf die Fauna-Ergebnisse warten mussten …

Jedoch gabs die eine oder andere böse Überraschung. In der Klausur selbst hatte ich ein gutes Gefühl. Die Rechnungen waren gar nicht so schwer und ich bin ganz zufrieden raus gegangen. Dafür, dass ich nicht gelernt hatte wars echt in Ordnung gewesen …

War es auch. Bei mir. Bis auf eine Sache, dann wäre ich auch glücklich. Nämlich eine Sache, die mir schon häufiger aufgefallen ist. Nämlich, dass die Profs anscheinend alle unterschiedliche Bewertungskriterien haben. Beispiel gefällig? Alleine Mathe (hier jedoch positiv zu nennen): Dort konnte man eine 4.0 bereits mit 40% erreichen. Bei den meisten anderen sind 50% die Regel. (In Mathe ging das allerdings nur, weil es diese “Bonuszettel” gibt – Teile der Klausur werden “ausgelagert”, man kann sich Klausurpunkte schon im Vorfeld sichern – die werden jedoch am Ende zu der Gesamtpubktzahl in der Klausur nur DANN drauf gerechnet, wenn man eben diese 40% erreicht hat. Klingt kompliziert – ist es auch. Und nicht unbedingt für jeden von Vorteil).

In Flora (die Ergebnisse gabs einen Tag später) war mit 60% eine 3.3 erreicht – in Biochemie immer noch 4.0. Und das ist ein gewaltiger Unterschied! Das sind zwei Teilnoten, die das ausmacht. In Biochemie erreicht man eine 3.7 erst mit 61%. In Flora gibts ab 64% bereits eine 3.0 Ebenso auch in Allgemeiner Chemie (und ich bin der Meinung, dass dies auch der Stand der Mittelstufe ist – eine 3,7 ist als 4+ zu sehen, eine 3,3 als eine 3-. Oder in Punkten: 4,0=5 Pkt, 3,7=6 Pkt, 3,3=7 Pkt usw.).

Ich meine, die Klausur stand vom Schwierigkeitsgrad her in absolut keinem Verhältnis zum wirklich leichten Praktikum (…m.M.n.), sie hat viele überrumpelt, anscheinend war sie auch ganz anders als die Übungszettel und die Probeklausur. Muss man dann einen so harten Bewertungsmaßstab ansetzen?? 50-61% soll der Bereich für eine 4,0 sein? Ernsthaft? In Flora gabs ab 51% bereits eine 3,7.

Morgen frage ich mit einer Freundin bei dem Prof mal nach, ob man da nicht eine Angleichung finden kann. Zumindest für die nachfolgenden Jahrgänge.

Ganz ehrlich: So etwas verzerrt doch. Man muss doch für alle Fächer den gleichen Maßstab setzen, oder nicht? Klar, einfacher machen kann man es immer, gerade Mathe. Aber schwerer? Können wir nicht einfach die Prozentzahlen nehmen? Und dann am Ende einen Maßstab ansetzen, der für alle gleich ist? Oder wie wärs ganz ohne Noten, einfach nur Scheine, wie früher? Bestanden – Nicht bestanden. Würde vieles leichter machen und Druck abbauen. Und dann am Ende kann die Abschlussarbeit bewertet werden. Wären wir dadurch dümmer? Ich denke nicht.

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