Erstsemester-Blog

Annika Schimmelpfennig (2011)Annika Schimmelpfennig (2011)  |  8. Mai 2012, 11:29

Nur mal so zwischendurch …

Gerade habe ich ein paar Minuten Zeit. Tutorium ist früher zuende, weil nur eine statt zwei Vorlesungen nachbereitet werden mussten und die nächste Vorlesung fängt erst in einer Stunde an. Meine Kommilitonen schlafen noch aus, genieße daher mal ein wenig Ruhe in der Mensa Wechloy. Zeit, das Studium, den Campus ein wenig zu rekapitulieren.

Viel habe ich gemeckert und oft beschwert. Manchmal ist es auch nur zum Verzweifeln. Aber bei allem Gejammer ist das Studium trotzdem schön. Und laut ZeitCAMPUS sind Biologen im Schnitt zufriedener mit ihrem Fach und ihrer Betreuung. Und da können sich auch die Oldnburger Biologen im Großen und Ganzen anschließen.

Ich hatte ja nun auch hin und wieder das Vergnügen, auf dem anderen Campus Uni zu haben. Der “andere” Campus, das unbeknnte Feld mit den vielen Gebäuden und der guten Mensa. Doch wo gehnau ist der Unterschied?

Was ich an Haarentor besser finde: Man hat mehr das Feeling einer Uni. Vielleicht sind es die Plakate oder die seltsamen Gstalten, die ih in die Richtung Kunst/Pädagogik abschieben würde, die vielen Flugblätter oder die Stände mit lustigen  bunten Sachen, die im Mensafoyer stehen. Denn das fehlt hier in Wechloy ein wenig. Auch die Auswahl in Haarentor, was das Essen angeht, ist wesentlich größer. Und günstiger. Und schmeckt besser. Da kann gegen halten und sagen, wir haben die Salat- und Pastatheke. Aber Pastatheke gibt es in letzter Zeit immer seltener.

Ich verstehe nicht, warum man nicht einfach alles in Haarentor kocht und dann in großen Warmhaltebehältern (tolles Wort …) den einen Kilomter nach Wechloy karrt und hier, wenn überhaupt, noch einmal kurz aufgewärmt wird. Warum kriegen wir nicht die Alternativen von Aufgang B? Warum nicht die Pastaauswahl oder die Suppen? Warum muss hier für ein drittel der Studenten noch mal extra gekocht werden?? Find ich nicht gut. Ein Beispiel: Heute gibts Germknödel, gefüllt mit heißen Kirschen und Vanillesoße. Sehr lecker! Kostet in Wechloy 1,80€. In Haarentor 1,20€ o_O

Überhaupt scheint es hier nur noch Kram aus der Fritöse zu geben. Oder einen Kartoffelauflauf. Schmeckt irgendwie alles gleich. Das Lieblingsgericht: Hänchencrossies mit Pommes. Wahlweise mit Kartoffelecken. Das gibt es fast jede Woche. Oder Gyrosplatte mit selbstgemachtem Zaziki. Der Zaziki ist lecker. Und die Pommes auch.

Einmal, ganz großes Highlight, gabs in der Pastatheke Miesmuscheln. Das war was feines! Endlich mal was anständiges, dazu Nudelauflauf. Aber das war wohl nur ein einmaliges Experiment und anscheinend so kostspielig, dass wir seit fast einer Woche keine Pastatheke mehr haben. Und von den Currysoßen würdeich generell abraten, die letzte war mehr milchig gelb und schmeckte nach Zimt.

Aber genug vom Essen (gleich gibts ja Germknödel…) Was mir an Wechloy gefällt:

- Die Ringebene mit den Glasfronten. Ist einfach toll.

- Der Innenhof. Ist schön grün und entspannend.

- Dass wir warmes Wasser auf den Klos haben. Sehr geil! Da wäscht man sich wenigstens die vorgeschriebenen 20 sekunden lang die Hände, weils so schön warm ist. In Haarentor habe ich noch kein einziges Klo gefunden, wo das Wasser bei den Waschbecken warm war.

- Dass man in der Mensa nach Essensschluss arbeiten kann. Die Tische haben genau die richtige Arbeitshöhe und Kaffe und Cafeteria (=Süßkram) sind in Blickweite.

- Der Hörsaal. ich weiß nicht, warum ich dieses muffige, dunkle Loch mag, bei dem schon zig Stühle fehlen (normalerweise sind sie angeschraubt …) und das Tageslicht nie hineinschauen kann, weil die Verdunklungsrollos immer zu sind, aber irgendwie hat das was.

Wenn ich es könnte: was ich am Unigelände ändern würde:

- Nummerierungen an den Fahrradständern. Die sehen alle gleich ausu nd es gibt so viele! Und ein paar Schilder wären ja nun nicht das Ding, oder?

UND (damit mache ich mir wahrscheinlich ziemlich viele Feinde, auch bei meinen Dozenten XD)

- Eine im großen Umkreis um die Uni gezogene, weiße Linie. und dahinter darf dann geraucht werden. Es ist ziemlich widerlich, wenn man im Labor steht und weil es so warm ist, macht man das Fenster auf und der Qualm der Zigarettenleute zieht schön ins Labor und fühlt sich da dann echt wohl. Das ist einfach nur widerlich und macht Kopfschmerzen in den eh schon stickigen Laboren. Und wenn ich rausgehe und durch die Luftfänger muss, halte ich auch die Luft an. Denn da will der Zigarettenqualm nämlich auch nicht weg. Und so schön der Innenhof ist: Wenn ich mich auf eine schöne Holzsitzgruppe setze und meine Füße in Kippen versinken, macht auch die Sonne keinen Spaß mehr.

Bei meiner Oberstufe in BRHV gabs das. Sobald das Schulgelände zuende war, durfte geraucht werden und die Grenze war mit einer dicken, weißen Linie markiert. War manchmal lächerlich, weil alle an der Linie standen, aber wenigsten stanken die Klassenräume im Erdgeschoss nicht mehr nach Qualm.

Sorry liebe Raucher, aber ich kann das echt nicht ab. (Und bin bei weitem nicht die einzige …)

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