Erstsemester-Blog

Dennis Onnen (Ersti 2009)Dennis Onnen (Ersti 2009)  |  5. März 2010, 19:18

Erstes Semester rum /Fragen und Antworten

Nun hab ich die letzte Klausur geschrieben (Naja ok die Nachschreibeklausuren kommen noch ). Kann nur noch hoffen, dass es auch gut ausgegangen ist :D . Ansonsten muss ich sagen, es war einfach topp. Zwar beinhaltet ein Studium auch viel Arbeit, aber es hat wirklich Spaß gemacht.

In diesem Eintrag möchte ich mich vor allem mit Fragen beschäftigen, die ich mir kurz nach dem Abitur gestellt hab. Darunter fallen Folgende. Ich hoffe sie helfen euch in eurer Entscheidung.

Wie ist die Uni im Vergleich zur Schule?

Das Studieren etwas anderes ist, als jeden Morgen zur Schule zu gehen, ist wohl jedem klar. Aber in wie weit, das war mir zu Anfang nicht klar. Das Unileben geht mit einem großen Maß an Selbstständigkeit ein. Das geht los für viele mit einer eigenen Wohnung und endet beim Lernen. Der Stoff ist natürlich mehr, komprimierter und das ein oder andere muss man sich selber herleiten. Das geht am besten mit Lerngruppen oder der richtigen Lektüre. Man wächst halt mit seinen Aufgaben.  Ebenso sind die Zeiten an einer Uni ganz anders. Es kann vorkommen, dass man erst gegen Abend zur Uni fährt und am nächsten Tag schon um 8 Uhr morgens das erste Mal da sein muss.

Warum konnte mir dieser Kurs gefallen?

Das ist eine schwere Sache. Man muss schon wissen in welche Richtung man selber tendiert. Der Naturwissenschaftler, der Probleme komplett über Mathematik lösen möchte ist vielleicht etwas fehlplatziert. Auch derjenige, der gerne ins künstlerische geht.

Für die Fächerkombi in BWL-jur sollten die Interessen natürlich schon in Richtung Recht und Wirtschaft gehen. Man sollte Spaß daran haben mit Gesetzen umzugehen und diese Auszulegen, denn Jura ist eigentlich eine Grauzone, wo es oft mehr als nur eine Lösung gibt. Der Kurs dreht sich natürlich noch um viel mehr, dieses jetzt aber hier zu beschreiben ist echt schwer.

Vielleicht hilft ja die nächste Frage, dass ganze nochmal einzugrenzen.

Welche LK´s und Vorkenntnisse sind hilfreich?

Das ist von Fach zu Fach unterschiedlich und deswegen geh ich am besten alle mal ganz kurz durch.

In Verfassungsrecht geht das ganze geschichtlich los. Von daher wären Vorkenntnisse ab den ersten Weltkrieg am besten. Dann wird das Fach aber sehr politisch. Bundesverfassungsgericht, Parteiengesetz etc. geht man wohl am ehesten in einem Politik LK durch.

BGB hingegen beschäftigt sich weniger mit Politik. Hier geht es darum die Gesetze in einem Sachverhalt anzuwenden und Auszulegen. Natürlich nicht das ganze BGB. Keine Angst. In diesem Semester ging es um Schuldverhältnisse und alles was zu einem Vertrag dazu gehört. Dieses soll man in der Form eines juristischen Gutachtens machen.  Von daher ist ein Deutsch LK sehr angebracht. Aber auch ein LK in Wirtschaft oder ähnlichem ist nicht schlecht, wenn man sich dort mit Kaufverträgen beschäftigt hat.

Europarecht ist wohl das Fach, wo die meisten mehr oder minder bei 0 anfangen. Gut zu wissen ist natürlich, wie die EU entstand und was sie für Organe hat usw., aber wenn es darum geht, ein Gutachten zu den einzelnen Freiheiten zu schreiben, hört wohl bei jedem das Wissen auf.

Geschichtlich geht Rechtsvergleich herein. Angefangen vom 12-Tafel-Gesetz der Römer bis zur Entstehung des BGB. Sehr viel Geschichte. Aber auch lernbar für Leute ohne ein großes geschichtliches Wissen. Neben Geschichte kann hier aber auch ein Lateinkurs gut weiter helfen, da man das ein oder andere dort auch gehört haben sollte.

Ebenso ist es mit der Einführung in die BWL. Das ganze wird geschichtlich aufgezogen und die einzelnen Theorien in die verschiedenen Zeiten eingeteilt. So ist Geschichtswissen doch nicht schlecht. Aber natürlich hilft auch hier ein LK der sich mit Wirtschaft beschäftigt weiter. Die ganzen Theorien schon irgendwie mal gehört zu haben ist halt doch nicht schlecht, da das Fach sehr Umfangreich ist. Kleiner Tipp am Rande: Wer sich die Klausuren-CD von der Fachschaft kauft, könnte hier schon das ein oder andere herleiten für die Klausur. Manche Fragen tauchen öfters auf ;-)

Rechnungswesen ist keine große mathematische Leistung. Allerdings sollte man das Fach nicht unterschätzen. Vor allem wenn man noch nie was von Rechnungswesen gehört hat. Das Fach geht mit einer großen Masse einher. Daher heißt es „immer am Ball bleiben“. Hilfreich ist natürlich eine kaufmännische Ausbildung oder Rewe in der Schule gehabt zu haben. Wer hier die Grundzüge des Buchens schon drauf hat, hat ganz klar bessere Karten

Wie sind die Klausuren so?

Klausur ist Klausur. Man sollte sich da eigentlich nicht so große Sorgen machen. Wer gelernt hat und was getan hat, kann jede Klausur bestehen. Die Klausuren die ich jetzt geschrieben habe, waren nun nicht unmenschlich gestellt. Zwar war  BWL und Rewe in der Masse ziemlich umfangreich, aber das bestehen sollte jedem gelingen, der sich vorher etwas hinsetzt.

Was kann man noch sagen?

Ich muss zugeben, ich hab manches in seiner Masse unterschätzt. Als zu Anfang die Tutoren sagten, dass man nicht zu spät mit den lernen anfangen sollte und nicht erst zwei Tage vorher, da dachte ich noch, dass sei so ein Standartspruch den man immer wieder hört und am Ende  das ganze doch auch so schafft. Schafft man auch, aber ich saß teilweise bis tief in die Nacht deswegen. Zumal es oft so war, das zwei Klausuren immer direkt hintereinander lagen. Irgendwann macht das dann auch keinen Spaß mehr.

Sich die Probeklausuren anzugucken ist natürlich nie verkehrt. Hin und wieder sogar die beste Übung ;-)

Ansonsten sollte man den Kopf nie hängen lassen. Wenn man mal was nicht verstanden hat, ist das ganze halb so schlimm. Studip bietet Austauschmöglichkeiten und meist findet sich doch ein Kommilitone der einen das ganze nochmal erklärt.

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