Erstsemester-Blog

Elisabeth Schindler (Ersti 2010)Elisabeth Schindler (Ersti 2010)  |  20. Oktober 2010, 12:34

Die ersten drei Wochen…

Es geht los! Es geht los! Zwei Jahre, diverse Praktika und einen Freiwilligendienst in Rumänien ist es her, seitdem ich das letzte Mal die Schulbank gedrückt habe. So motiviert wie jetzt habe ich dem „Schulbeginn“ allerdings noch nie entgegengefiebert, da ich in der Schule mehrheitlich Inhalte aufgetischt bekam, die mich nur bruchstückhaft interessierten, während ich mich nun in Vollzeit endlich auf den Themen widmen darf, die mir wirklich am Herzen liegen.  Ich studiere im 2-Fach-Bachelor Pädagogik und Slavistik (90/30KP), wobei ich mich bei der Pädagogik auf Interkulturell Bilden und Beraten profilieren werde und in Slavistik den Schwerpunkt Russisch gewählt habe.

Die Uni-Wahl fiel damals ohne großes Zögern auf Oldenburg, wobei auch Soziale Arbeit an der FH Koblenz zur Debatte stand. Letztendlich entschied ich mich aber aus verschiedenen Gründen für den schönen Norden, nicht zuletzt weil Oldenburg gerade in Fachbereich Interkulturellen Pädagogik der Heilige Gral zu sein scheint. Hinzu kommt die Nähe zu Bremen, wo ich durch ein Praktikum in der Internationalen Jugendarbeit bereits ein gutes Kontakte besitze und meine ehemalige Chefin selbst  Alumna der „Interkulturellen Pädagogik (Diplom)“ powered by Carl von Ossietzky ist.

Mich begeistert das breite Angebot von Möglichkeiten hier in OL, mich auch neben dem Studium zu engagieren. Gerade meinen Interessen entsprechend habe ich hier die breite Auswahl zwischen der Ombudstelle Antirassismus, Fortbildungsangebote im Bereich Vielfalt/Toleranz, ein Buddy-Programm für Austauschstudenten und uni-extern Möglichkeiten der Mitarbeit bei verschiedenen interkulturell-orientierten Vereinen in Oldenburg und der Regionalgruppe von Amnesty International. Die Auswahl ist mega und ich werde schauen, wo ich mich am besten einbringen kann (und vor allem, wie ich es am besten in meinem Stundenplan unterbringen kann, hehe).

Wohnen tue ich klassischerweise im Studentenwohnheim Johann-Justus-Weg, nicht weit von der Uni und sehr international bewohnt. Mancher bezeichnete die Wohnanlage schon als Containerhafen, was bei dem Baustil nicht ganz abwegig ist, aber man gewöhnt sich daran. Ich habe schon weitaus hässlichere Wohnheime gesehen und will mich auch nicht beklagen, da alles sehr gut gepflegt ist und die meisten WGs in den letzten Jahren saniert wurden, meine eingeschlossen. Die WG teile ich mir mit drei weiteren Uni-Erstis, einem FH-Ersti und einem chinesischen Master-Studenten. Zur WG-Leben fällt mir viel ein, aber daraus wird beizeiten ein extra Artikel entstehen.

Wohnheim JJW

Ich bin bereits Ende September in Oldenburg angekommen, da ich für das Slavistikstudium die Spachniveaustufe A1 in Russisch vorweisen muss. Dazu habe ich das 3-wöchige Propädeutikum, also quasi einen Intensivsprachkurs, bei Herrn Zinkevich belegt. Der Stoff eines gesamten Semesters in drei Wochen. Uffz! Mega viel Input, tagsüber rauchende Köpfe im Unterricht, abends Vokabelkärtchentraining vor dem Einschlafen… mit Erfolg, denn ich habe inzwischen mehrere Postkarten nach Russland verschickt – auf Russisch selbstverständlich! Für mehr als das Füllen von 10x15cm reichen meine Kenntnisse bislang zwar noch nicht, aber immerhin. 8)

na urokje

Keine Kommentare mehr möglich.