Erstsemester-Blog

Julia Twachtmann (Ersti 2009)Julia Twachtmann (Ersti 2009)  |  27. Januar 2010, 22:21

Endspurt

Die Semesterferien rücken immer näher und vorher gibt es noch einiges zu tun.

In den Wochen nach Weihnachten habe ich meine erste Hausarbeit geschrieben. Sie trägt den Titel: AUTISMUS – Selbstbestimmung und gesellschaftliche Integration bei einer Beeinträchtigung. Das Thema habe ich mir selber ausgesucht.

Ich muss sagen, bis zur Abgabe hat mir das Schreiben hin und wieder Sorgen gemacht. Ich habe zahlreiche Bücher angelesen, nur um festzustellen, dass das gewählte Buch doch nicht zum Thema passt. Das war anstrengend. Und wenn dann doch eine passende Textstelle gefunden war, musste ich mich erst einmal mit den Regeln zum Zitieren rumschlagen. In Sonderpädagogik haben wir einen Reader zum Wissenschaftlichen Arbeiten bekommen, an dessen Vorgaben wir uns halten müssen. Dabei gibt es gefühlte 100 verschiedene Zitierweisen. :P Aber nicht nur daran habe ich mich aufgehalten. Ich habe einzelne Teile immer und immer wieder umgeschrieben. An manchen Tagen kam ich ganz gut voran, an anderen gar nicht. Schlussendlich war sie jedoch fertig (ich ebenfalls, mit den Nerven) und konnte abgegeben werden. Das war ein gutes Gefühl. Ein Meisterwerk ist sie nicht, aber für die erste Hausarbeit bin ich ganz zufrieden. :) Eine Note gibt es diesmal nicht, aber ich bin dennoch gespannt auf die Rückmeldung. Meiner Meinung nach war das Schreiben eine gute Übung, da man aus seinen Fehlern bekanntlich lernen kann.

Desweiteren habe ich ein Referat gehalten, das mir nicht gut in Erinnerung geblieben ist. Es war schrecklich. Ich bin vor lauter Aufregung fast gestorben. Gar nicht so leicht, sich nach einer langen Zeit, in der man keine Vorträge halten musste, vor eine Gruppe von Leuten zu stellen und was zu irgendeinem Thema zu erzählen. Aber abgehakt, das habe ich nun auch hinter mir, obwohl ich befürchte, dass das nicht das letzte Referat meiner Studienzeit gewesen sein wird. :P

Nun ja, das nächste was ansteht ist eine Soziologie-Klausur. Bis diese am 8. Februar geschrieben wird, muss ich noch die eine oder andere Stunde lernen. Parallel dazu lerne ich noch für meine mündliche Prüfung in Philosophie. Die findet genau eine Woche später statt und dreht sich im Kern um Metaphysik/Gottesbeweise. Auch dafür muss ich einiges wissen, was bis jetzt noch nicht in meinem Kopf ist. Immerhin beginnt Ende der nächsten Woche die vorlesungsfreie Zeit und ich kann mich voll und ganz den Prüfungen widmen. :P

Doch nicht nur die Prüfungen kündigen das baldige Ende des Semesters an. Seit Montag dieser Woche werden nach und nach die einzelnen Seminare für das Sommersemester freigeschaltet und der Kampf um begehrte Plätze beginnt. Ich habe die Prozedur zu Beginn des Wintersemesters schon einmal beschrieben und es hat sich seitdem nichts geändert. Diesmal bin ich jedoch darauf vorbereitet und sitze so wie heute mit meinem Laptop in der Uni und warte mit einigen anderen darauf, dass die Uhr von 10.59 auf 11.00 umspringt und man sich für die Veranstaltung anmelden kann. Jeder hofft dabei auf eine schnelle Internetverbindung, weil es durchaus vorkommt, dass die 45 Plätze in begehrten Seminaren schon nach einer Minute belegt sind und man lediglich einen Platz auf der Warteliste bekommt. Stressig ohne Ende. Aber immerhin, ich muss diese Woche nur noch zweimal punktgenau klicken bis mein Stundenplan für das zweite Semester fertig ist. Wenn alles so klappt, wie ich mir das ausgedacht habe, dann habe ich einen ziemlich guten Stundenplan. :)

Bis jetzt habe ich trotz des steigenden Prüfungsdrucks noch genügend Zeit mich hin und wieder mal mit den alten oder neuen Freunden zu treffen und einen Kaffee zu trinken. Das lenkt mich zumindest für den Moment ganz wunderbar ab und lässt mich Referate, Lernstoff und Stundenpläne vergessen.

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